Ich hab ihn gesehen. Den Spot. Wir sind aufgefordert. Geh hin! Geh hin!
Ich habe eine Stimme. Und ich bin aufgefordert diese Stimme am 27. September zu benutzen.Das heißt, genau gesagt bin ich aufgefordert meine Hand zu benutzen, aber das hat irgendwie nicht so eine schöne Symbolik. Ist auch egal. Denn das Problem ist: wen, oder was soll ich wählen? Es ist ja schön und gut eine Pop Artige Kampagne zu starten um Menschen zum Wählen aufzurufen, aber da gibt es ja noch die andere Seite. Die Politiker. Wir haben keinen wie Obama, der uns aufrüttelt, zum nachdenken bringt, Änderungen verspricht. Und ich fürchte, dass in den nächsten zwei Monaten auch kein Messias aus irgendeiner Höhle gekrochen kommt.
Ich geh also hin, starre auf den Zettel. Die "geh nicht hin" Spots sind in erster Linie als gezielte Provokation gedacht, und um eine Diskussion über das Thema anzustoßen. Anders als sein amerikanisches Vorbild, werden keine Argumente zum wählen gebracht ("if you care about the economics, the world, our country, go and vote..."), es sei denn irgendjemand kann was mit der Aussage anfangen: falls dich der Krieg interessiert, geh wählen. Welcher Krieg? Oh, mein Gott! Sind wir im Krieg? Mit wem? Oder meinte sie die Taliban? Das die Argumente fehlen ist nicht Fehler der Macher, sondern ein verfehlen unserer Politiker. Das Wischi waschi rumgeeire um nur ja niemanden zu verärgern, schwemmt jegliche Kontur davon. Irgendwie sind alle gerade unheimlich grün, wenn es um die Umwelt geht, irgendwie sind alle voll auf der Linie des kleinen Mannes, wenn es um Steuern geht- und alle glauben zu wissen was "die Menschen da draußen" brauchen.
Das Volk wird aufgefordert wählen zu gehen. Deshalb sollte nun das Volk die Politiker auffordern, ihm zu erklären warum es sein Kreuz an jener oder jener Stelle setzen sollte. Und ich meine nicht irgendwelche vorgeschobenen populistischen Wahlversprechen wie Steuersenkungen für alle. Es wäre schön, wenn jemand mal Tacheles reden würde- und damit hat auch ein Obama gepunktet. Nach dem Motto "Leute es wird hart, die Wirtschaft liegt am Boden- aber nützt ja nichts, also Ärmel hoch und los", hat er seine Wähler mobilisiert.Dies scheint sich in diesem Land niemand zu trauen.
Aber Leute, denkt mal nach: Ihr habt 2 Monate, zwei!, um uns Bürgern zu erklären warum wir unser Kreuz bei eurer Partei setzten sollen.Das solltet ihr nutzen. Denn eine Wahl zu gewinnen, weil jeder nur aus Pflichtgefühl sein Kreuz an die Stelle wie sonst auch immer setzt- seien wir doch mal ehrlich, dass geht doch gegen jedes Ehrgefühl, oder?
Mittwoch, 29. Juli 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen