Freitag, 7. August 2009
Hap hap Happy
In the spotlight, the middle of the stage, find the spot, don't look down. Feel it! Keep your head up high, your body open, don't angle your knees, don't swing your hands. Stand still. Take it. Breath it. Let them see you. The nervous vibes travel through your spin. Hold it. In between. Take it. Energie running up and down. Feel your toe. Where is my toe? Concentrate- and let go. Let go. Breath, smell, taste, touch, feel. Nothing. You ain't got to do nothing. Be. Just be. Walls want to rise up. Hold them down. Be week. Be open. Be fearfull. Be happy. Be excited. Touch, feel, taste, smell, see. Energie pulling you of your feet. Carry you around. One Moment- forever. Seeing everything, Beeing clear. Iceclear. Dark around, light in the head. Just this. Just now. For one moment in time. And again, again, again. Happiness.
Donnerstag, 30. Juli 2009
Beim Amt
Ein Ich, das anders ist als das Ich jetzt. Ein Still aus einem Projekt. Ich saß heute meiner "Fallmanagerin" gegenüber- eine sehr freundliche Frau- und sie fragte mich, wie ich die Chancen selber einschätze. Ich starre sie an, in mir kriecht ein Glucksen hoch, ich behalte es hinter meinen geschlossenen Lippen. Ich fühle mich bei dieser Frage leicht hysterisch und eine Stimme brüllt mein Gegenüber an: "Was glauben Sie denn, warum zum Teufel ich hier sitze????" Nun meine Chancen: Die 30 überschritten, stur wie ein Esel und immer in der Hoffnung auf die Wende. Ein übersprudelnder Topf an kreativen Ausguss, für mich selbst kaum zu kontrollieren. Ein Nervengift, wenn die Arbeit nicht ausreicht, diese unversiegbare Gier nach Veräußerung nicht befriedigt wird. Und trotzdem liegt es nicht in meiner Hand. Karmisch und dem Gesetz der Anziehung folgend müsste ich nur die richtige Haltung ausstrahlen, und immer an den Sieg glauben. Aber der Mensch ist nun mal Mensch, und zu dem gehören auch Zweifel. Zumindest scheint das in meiner Natur verankert zu sein. Ohne Zweifel bin ich, laut Aussage eines Freundes, "A bulldozer out of control on Broadway". Man mag es kaum glauben, aber das war tatsächlich liebevoll gemeint. Heißt, ich kann Berge versetzen. Nur leider nicht geplant. Wann diese Kraftschübe kommen ist kaum vorher absehbar, eine Sache, ein Vorhaben muss mich so mit Vorfreude und Glauben erfüllen, dass es kein Stoppen mehr gibt.Dies alles ging mir durch den Kopf, während mich die Fallmanagerin freundlich kritisch beäugte. Ich lächle sie an und antworte mit einem Brustton der Überzeugung: "Gut, ich schätze die Chancen sehr gut ein, denn alles ist möglich."
Mittwoch, 29. Juli 2009
Der Anfang
Am Anfang war Ich. Ein ich in meinem Kopf. Ich, das meine, beschloss der Welt mitzuteilen, dass es Ich gibt. Guten Tag, hier ist Ich!
Eigentlich hat das Ich heute was ganz Anderes zu tun, auch einen Blog verfassen, aber eben nicht für das persönliche Ich, sondern für das professionelle. Ich hat aber Kopfschmerzen und muss erst warmlaufen. Warum der Kopf schmerzt ist unklar, vielleicht eine Erkältung die Ich, aus unerfindlichen Gründen bei 28 Grad Aussentemperatur befallen hat. Ihr seht, das Ich nimmt sich selber sehr wichtig. Das wiederum beruht auf einer gewissen Langeweile, dem Missen einer wirklichen Herausforderung, vorausgesetzt man zählt das Erlangen von Arbeitslosengeld nicht zu den wirklichen Herausforderungen des Lebens. Ha, hier stockt der Leser! Ist sie etwa Arbeitslos??? Ein Schmarotzer vielleicht? Nein liebes Volk, bin ich nicht. ICH BIN KÜNSTLERIN! Das ist absolut unvergleichbar mit herkömmlicher Arbeitslosigkeit. Ich verdiene zwar nix, arbeite aber die ganze Zeit. Wirklich. Wenn ich nicht schreibe, denk ich mir Projekte aus, wenn ich das nicht tue, male ich, wenn ich nicht male, komponiere ich und das alles stresst total! Zwischendurch habe ich sogar bezahlte Jobs, dann bin ich Schauspielerin- und nein, leider Gottes nicht bekannt- danke- ich gewöhne mich daran! Für das Gefühl nicht ganz nutzlos zu sein wird noch gekellnert, obwohl das für einen Künstler so befriedigend ist wie Sex mit einem Taschenwärmer. Fragt mich jemand. was ich so mache, sage ich am liebsten "ich bin Hausfrau und Mutter", dass schockt total und ist immer wieder ein Vergnügen mit anzusehen. Ein Mensch der sich nicht selbst verwirklichen will! Oh Gott, die Arme! Seit ich blond bin denken die Leute zusätzlich, ich sei dumm. Das erhöht das Mitleid, denn natürlich kann ich Dummchen gar nichts dafür, dass ich gerne putze. Das liegt ja in meinen Genen. Seit ich blond bin, guckt mich auch jeder Kerl an. Selbst die Schwulen (das allerdings könnte auch an den kurzen Haaren liegen, den laut meines Vaters sehe ich aus wie ein Junge). Haarfarben verändern das Ich. Und ein bißchen die Welt. Bisher hat es leider die Jobsituation nicht geändert, denn das ist mein wirkliches Bestreben- das erinnert mich daran, dass eigentlich mein professionelles Ich schreiben sollte. Nun denn, soviel für den Anfang, soviel vom ich. Hallo hier ist ich.
Eigentlich hat das Ich heute was ganz Anderes zu tun, auch einen Blog verfassen, aber eben nicht für das persönliche Ich, sondern für das professionelle. Ich hat aber Kopfschmerzen und muss erst warmlaufen. Warum der Kopf schmerzt ist unklar, vielleicht eine Erkältung die Ich, aus unerfindlichen Gründen bei 28 Grad Aussentemperatur befallen hat. Ihr seht, das Ich nimmt sich selber sehr wichtig. Das wiederum beruht auf einer gewissen Langeweile, dem Missen einer wirklichen Herausforderung, vorausgesetzt man zählt das Erlangen von Arbeitslosengeld nicht zu den wirklichen Herausforderungen des Lebens. Ha, hier stockt der Leser! Ist sie etwa Arbeitslos??? Ein Schmarotzer vielleicht? Nein liebes Volk, bin ich nicht. ICH BIN KÜNSTLERIN! Das ist absolut unvergleichbar mit herkömmlicher Arbeitslosigkeit. Ich verdiene zwar nix, arbeite aber die ganze Zeit. Wirklich. Wenn ich nicht schreibe, denk ich mir Projekte aus, wenn ich das nicht tue, male ich, wenn ich nicht male, komponiere ich und das alles stresst total! Zwischendurch habe ich sogar bezahlte Jobs, dann bin ich Schauspielerin- und nein, leider Gottes nicht bekannt- danke- ich gewöhne mich daran! Für das Gefühl nicht ganz nutzlos zu sein wird noch gekellnert, obwohl das für einen Künstler so befriedigend ist wie Sex mit einem Taschenwärmer. Fragt mich jemand. was ich so mache, sage ich am liebsten "ich bin Hausfrau und Mutter", dass schockt total und ist immer wieder ein Vergnügen mit anzusehen. Ein Mensch der sich nicht selbst verwirklichen will! Oh Gott, die Arme! Seit ich blond bin denken die Leute zusätzlich, ich sei dumm. Das erhöht das Mitleid, denn natürlich kann ich Dummchen gar nichts dafür, dass ich gerne putze. Das liegt ja in meinen Genen. Seit ich blond bin, guckt mich auch jeder Kerl an. Selbst die Schwulen (das allerdings könnte auch an den kurzen Haaren liegen, den laut meines Vaters sehe ich aus wie ein Junge). Haarfarben verändern das Ich. Und ein bißchen die Welt. Bisher hat es leider die Jobsituation nicht geändert, denn das ist mein wirkliches Bestreben- das erinnert mich daran, dass eigentlich mein professionelles Ich schreiben sollte. Nun denn, soviel für den Anfang, soviel vom ich. Hallo hier ist ich.
Geh! Nicht! Hin!
Ich hab ihn gesehen. Den Spot. Wir sind aufgefordert. Geh hin! Geh hin!
Ich habe eine Stimme. Und ich bin aufgefordert diese Stimme am 27. September zu benutzen.Das heißt, genau gesagt bin ich aufgefordert meine Hand zu benutzen, aber das hat irgendwie nicht so eine schöne Symbolik. Ist auch egal. Denn das Problem ist: wen, oder was soll ich wählen? Es ist ja schön und gut eine Pop Artige Kampagne zu starten um Menschen zum Wählen aufzurufen, aber da gibt es ja noch die andere Seite. Die Politiker. Wir haben keinen wie Obama, der uns aufrüttelt, zum nachdenken bringt, Änderungen verspricht. Und ich fürchte, dass in den nächsten zwei Monaten auch kein Messias aus irgendeiner Höhle gekrochen kommt.
Ich geh also hin, starre auf den Zettel. Die "geh nicht hin" Spots sind in erster Linie als gezielte Provokation gedacht, und um eine Diskussion über das Thema anzustoßen. Anders als sein amerikanisches Vorbild, werden keine Argumente zum wählen gebracht ("if you care about the economics, the world, our country, go and vote..."), es sei denn irgendjemand kann was mit der Aussage anfangen: falls dich der Krieg interessiert, geh wählen. Welcher Krieg? Oh, mein Gott! Sind wir im Krieg? Mit wem? Oder meinte sie die Taliban? Das die Argumente fehlen ist nicht Fehler der Macher, sondern ein verfehlen unserer Politiker. Das Wischi waschi rumgeeire um nur ja niemanden zu verärgern, schwemmt jegliche Kontur davon. Irgendwie sind alle gerade unheimlich grün, wenn es um die Umwelt geht, irgendwie sind alle voll auf der Linie des kleinen Mannes, wenn es um Steuern geht- und alle glauben zu wissen was "die Menschen da draußen" brauchen.
Das Volk wird aufgefordert wählen zu gehen. Deshalb sollte nun das Volk die Politiker auffordern, ihm zu erklären warum es sein Kreuz an jener oder jener Stelle setzen sollte. Und ich meine nicht irgendwelche vorgeschobenen populistischen Wahlversprechen wie Steuersenkungen für alle. Es wäre schön, wenn jemand mal Tacheles reden würde- und damit hat auch ein Obama gepunktet. Nach dem Motto "Leute es wird hart, die Wirtschaft liegt am Boden- aber nützt ja nichts, also Ärmel hoch und los", hat er seine Wähler mobilisiert.Dies scheint sich in diesem Land niemand zu trauen.
Aber Leute, denkt mal nach: Ihr habt 2 Monate, zwei!, um uns Bürgern zu erklären warum wir unser Kreuz bei eurer Partei setzten sollen.Das solltet ihr nutzen. Denn eine Wahl zu gewinnen, weil jeder nur aus Pflichtgefühl sein Kreuz an die Stelle wie sonst auch immer setzt- seien wir doch mal ehrlich, dass geht doch gegen jedes Ehrgefühl, oder?
Ich habe eine Stimme. Und ich bin aufgefordert diese Stimme am 27. September zu benutzen.Das heißt, genau gesagt bin ich aufgefordert meine Hand zu benutzen, aber das hat irgendwie nicht so eine schöne Symbolik. Ist auch egal. Denn das Problem ist: wen, oder was soll ich wählen? Es ist ja schön und gut eine Pop Artige Kampagne zu starten um Menschen zum Wählen aufzurufen, aber da gibt es ja noch die andere Seite. Die Politiker. Wir haben keinen wie Obama, der uns aufrüttelt, zum nachdenken bringt, Änderungen verspricht. Und ich fürchte, dass in den nächsten zwei Monaten auch kein Messias aus irgendeiner Höhle gekrochen kommt.
Ich geh also hin, starre auf den Zettel. Die "geh nicht hin" Spots sind in erster Linie als gezielte Provokation gedacht, und um eine Diskussion über das Thema anzustoßen. Anders als sein amerikanisches Vorbild, werden keine Argumente zum wählen gebracht ("if you care about the economics, the world, our country, go and vote..."), es sei denn irgendjemand kann was mit der Aussage anfangen: falls dich der Krieg interessiert, geh wählen. Welcher Krieg? Oh, mein Gott! Sind wir im Krieg? Mit wem? Oder meinte sie die Taliban? Das die Argumente fehlen ist nicht Fehler der Macher, sondern ein verfehlen unserer Politiker. Das Wischi waschi rumgeeire um nur ja niemanden zu verärgern, schwemmt jegliche Kontur davon. Irgendwie sind alle gerade unheimlich grün, wenn es um die Umwelt geht, irgendwie sind alle voll auf der Linie des kleinen Mannes, wenn es um Steuern geht- und alle glauben zu wissen was "die Menschen da draußen" brauchen.
Das Volk wird aufgefordert wählen zu gehen. Deshalb sollte nun das Volk die Politiker auffordern, ihm zu erklären warum es sein Kreuz an jener oder jener Stelle setzen sollte. Und ich meine nicht irgendwelche vorgeschobenen populistischen Wahlversprechen wie Steuersenkungen für alle. Es wäre schön, wenn jemand mal Tacheles reden würde- und damit hat auch ein Obama gepunktet. Nach dem Motto "Leute es wird hart, die Wirtschaft liegt am Boden- aber nützt ja nichts, also Ärmel hoch und los", hat er seine Wähler mobilisiert.Dies scheint sich in diesem Land niemand zu trauen.
Aber Leute, denkt mal nach: Ihr habt 2 Monate, zwei!, um uns Bürgern zu erklären warum wir unser Kreuz bei eurer Partei setzten sollen.Das solltet ihr nutzen. Denn eine Wahl zu gewinnen, weil jeder nur aus Pflichtgefühl sein Kreuz an die Stelle wie sonst auch immer setzt- seien wir doch mal ehrlich, dass geht doch gegen jedes Ehrgefühl, oder?
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